{"id":1102,"date":"2019-07-29T13:16:33","date_gmt":"2019-07-29T11:16:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erichpueschel.de\/?p=1102"},"modified":"2019-07-29T13:18:19","modified_gmt":"2019-07-29T11:18:19","slug":"bromoeldruck-technik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/?p=1102","title":{"rendered":"Brom\u00f6ldruck-Technik"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22.3&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.22.3&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.22.7&#8243;]<\/p>\n<h4>Der Brom\u00f6ldruck<\/h4>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/www.erichpueschel.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/wales_kl_001.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; use_overlay=&#8220;on&#8220; hover_icon=&#8220;%%200%%&#8220; _builder_version=&#8220;3.22.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.22.7&#8243;]<\/p>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Das hier gezeigte Foto ist aus meiner 5 Uhr-Morgens-Reihe.<\/div>\n<div>Es geh\u00f6rt zu meinen Lieblingsbildern und h\u00e4ngt, als Brom\u00f6ldruck im Format 50x60cm, daheim. Diese einsame, geradezu mystische Stimmung, die Einsamkeit an dieser Bergbauruine in Wales hat mich sehr fasziniert. Dabei war es nicht ungef\u00e4hrlich diesen Ort zu betreten, es gab viele offene Sch\u00e4chte die senkrecht in den Boden nach unten f\u00fchrten.<br \/>Jahre sp\u00e4ter habe ich diesen Ort nochmals besucht, und es war alles weg, keine Ruine keine offenen Sch\u00e4chte. Darum ist diese Foto bestimmt nicht mehr als Motiv vorhanden.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<p><strong>Brom\u00f6ldruck-Technik<\/strong><\/p>\n<div>Der Brom\u00f6ldruck geh\u00f6rt zu den fotografischen Edeldruckverfahren die erst seit wenigen Jahren wiederentdeckt sind. Edeldrucke, der Brom\u00f6ldruck ist der bekannteste Vertreter erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit bei Sammlern und Galeristen. Die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten der Farbmischung und des Farbauftrages bewirken die vielf\u00e4ltigen Ausdrucksvariationen des Brom\u00f6ldrucks. Gerade in der heutigen Zeit mit der boomenden Digitalfotografie und ihrer unbegrenzten Vervielf\u00e4ltigungsm\u00f6glickeiten setzt der Brom\u00f6ldruck mit seinem aufwendigen und schwierigen Verfahren einen anderen Schwerpunkt.<\/div>\n<div>Zuerst ben\u00f6tigt der Brom\u00f6ldruck eine Begriffserkl\u00e4rung, beim Brom\u00f6ldruck handelt es sich nicht um einen Druck im herk\u00f6mmlichen Sinne, sondern jedes Bild ist ein so nicht wiederherstellbares UNIKAT. Der edle Eindruck und seine praktisch unbegrenzte Haltbarkeit heben ihn ab von der heutigen leicht zu reproduzierbaren Massenfotografie.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Die Konzentration auf das wesentliche ist eines der Merkmale der Brom\u00f6ldrucktechnik nur die wichtigen Bildinformationen werden mit dem Auftag der Steindruckfarben herausgearbeitet. \u00c4hnlich wie bei aufnahmen mit der Lochkamera werden \u00fcberfl\u00fcssige Details herausgefiltert.<\/div>\n<div>Die Grundlagen des Brom\u00f6ldrucks gehen auf das Jahr 1855 zur\u00fcck auf A.L. Poitevin. Es dauerte dann bis 1904 bis G.E.H. Rawlins den ganzen Prozess zusammenstellte. Er beschrieb wie beim \u00d6ldruck, ein enger Verwandter des Brom\u00f6ldrucks, eine Schicht aus ungeh\u00e4rteter Gelatine mit Dichromatsalzen lichtempfindlich wurde. Mit einem Kontaktnegativ wurde dann das \u00d6ldruckpapier belichtet. Durch diese Gerbung entsteht ein Reliefbild, das je nach Feuchtigkeitsgehalt die Fettfarbe annimmt oder abst\u00f6\u00dft. Unter anderem wandte Hugo Erfurth die Technik des \u00d6ldrucks in den 20er Jahren sehr erfolgreich, an. In der Folge wurde der \u00d6ldruck durch den Brom\u00f6ldruck verdr\u00e4ngt. Durch kleinformatigere Negative war es notwendig Drucke auch mit Vergr\u00f6sserer herzustellen.<br \/>1907 gelang es dem Engl\u00e4nder E. J. Wall das Gelatinerelief mit normalen Fotopapier herzustellen. Wall entdeckte die M\u00f6glichkeit Bromsilberpapier mit einem Bleichbad zu gerben, damit diese in einem Wasserbad zum Quellrelief entwickelt. In den 20 und 30er Jahren hatte der Brom\u00f6ldruck seine Bl\u00fctezeit. Mit dem 2. Weltkrieg ging jedoch das Intesse an den \u00d6ldruckverfahren, f\u00fcr fast 40 Jahre\u00a0 verloren.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>Folgende Arbeitschritte sind f\u00fcr einen Brom\u00f6ldruck notwendig:<br \/>Von einem brillanten Negativ wird eine Vergr\u00f6\u00dferung auf ein nicht geh\u00e4rtetes Bromsilberpapier hergestellt. Da es dieses Papier nur mit einer Gradation gibt, ist es notwendig durch eine exakte Belichtung zu abgestuften Grauwerten zu kommen, dabei kann es notwendig sein das Papier um ca. 100 % \u00fcberzuberlichten.<br \/>Die Entwicklung erfolgt in einem nicht gerbenden Papierentwickler.<br \/>Nach einer kurzen Zwischenw\u00e4sserung wird der Abzug in ein nicht h\u00e4rtendes Fixierbad fixiert.<br \/>Nach einer gr\u00fcndlichen W\u00e4sserung wird der Abzug einen Tag luftgetrocknet.<br \/>Nach einer kurzen W\u00e4sserung kommt der Abzug in ein Bleichgerbbad, darin verschwindet dann das herk\u00f6mmliche Silberbild, es entseht ein fast unsichtbares Reliefbild. Nach einer kurzen Zwischenw\u00e4sserung muss der Abzug erneut fixiert werden. Nach einer gr\u00fcndlichen Schlussw\u00e4sserung wird er wieder einen Tag luftgetrocknet.<\/div>\n<div>F\u00fcr die Quellw\u00e4sserung wird der Abzug (Matrix) 15 Minuten in ein ca. 35-60\u00b0 C warmes Wasserbad gelegt.<br \/>Danach folgt der schwierigste Arbeitsschritt, das Einf\u00e4rben der Matrix mit \u00d6lfarbe. Geeignete \u00d6lfarben sind Steindruckfarben oder Lithographiefarben, Kupfertiefdrucksfarbe wird ebenfalls oft emfolen ist aber in Ihrer Konsistenz zu weich und daher eher abzuraten.<br \/>Die Konsistenz der \u00d6lfarbe ist von entscheidender Bedeutung f\u00fcr das Gelingen des Brom\u00f6ldrucks. Ist die Farbe zu weich entseht nur ein flauer kontrastarmes Bild, ist die Farbe zu hart werden die Lichter nicht durchzeichnet. Dabei kommen Rehfu\u00dfpinsel und Schaumgummiwalzen zum Einsatz. Mit langsamen sanften Bewegungen wird die Farbe auftragen schon nach wenigen Minuten entsteht ein zartes Bild, welches durch dann schnellere Bewegungen verst\u00e4rkt wird. Ist dann der Druck immer noch zu kontrastarm kann mit einem aufgespr\u00fchten Wassernebel der gew\u00fcnschte Kontrast hergestellt werden.<br \/>Nach einer 3-5 t\u00e4gigen Trocknungszeit ist der Brom\u00f6ldruck fast unbegrenzt haltbar.<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<div>\u00a0<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22.3&#8243;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.22.3&#8243; background_size=&#8220;initial&#8220; background_position=&#8220;top_left&#8220; background_repeat=&#8220;repeat&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.47&#8243;][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.22.7&#8243;] Der Brom\u00f6ldruck [\/et_pb_text][et_pb_image src=&#8220;http:\/\/www.erichpueschel.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/wales_kl_001.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;on&#8220; use_overlay=&#8220;on&#8220; hover_icon=&#8220;%%200%%&#8220; _builder_version=&#8220;3.22.7&#8243;][\/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=&#8220;3.22.7&#8243;] \u00a0 Das hier gezeigte Foto ist aus meiner 5 Uhr-Morgens-Reihe. Es geh\u00f6rt zu meinen Lieblingsbildern und h\u00e4ngt, als Brom\u00f6ldruck im Format 50x60cm, daheim. Diese einsame, geradezu mystische Stimmung, die Einsamkeit an dieser Bergbauruine in Wales hat [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1101,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1102","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1102","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1102"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1102\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1115,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1102\/revisions\/1115"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1102"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1102"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.erichpueschel.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1102"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}